Strahlenbelastung

Radioaktive Strahlungen sind mit den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrnehmbar und können nur messtechnisch erfasst werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz betreibt ein bundesweites Messnetz zur großräumigen Ermittlung der Strahlenbelastung.

Die Angabe der Strahlungswerte im sogenannten Ortsdosisleistungsnetz (ODL) erfolgt in Mikrosievert pro Stunde (μSv/h), ein Mikrosievert (μSv) entspricht 0,000001 Sievert, ein Millisievert (mSv) entspricht 0,001 Sievert. Die natürliche Strahlenbelastung liegt in Deutschland, je nach örtlichen Gegebenheiten, zwischen 0,05 μSv/h und 0,2 μSv/h.

 

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Alltägliche Strahlungsexposition

  • Eine Portion Wildschwein: < 0,004 mSv
  • Drei Stunden Flug in 10 km Höhe: ca. 0,01 mSv
  • Rauchen von 20 Zigaretten am Tag: pro Jahr ca. 9 mSv
  • Natürliche Strahlung: 1-10 mSv pro Jahr

 

Folgen der Strahlungsexposition

Erste klinisch erfassbare Effekte bei einmaliger Ganzkörperbestrahlung (z. B. Veränderungen im Blutbild) treten bei 200-300 mSv auf. Bei 750-1500 mSv kann bei einmaliger Ganzkörperbestrahlung bereits eine vorrübergehende Strahlenkrankheit (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall) beobachtet werden. 6000-10000 mSv einmalige Ganzkörperbestrahlung sind ohne medizinische Behandlung im Regelfall tödlich.

Grenzwerte für Feuerwehreinsätze

  • Einsätze zum Schutz von Sachwerten: max. 15 mSv je Einsatz
  • Einsätze zur Abwehr von Gefahren für Menschen und zur Verhinderung einer wesentlichen Schadenausweitung: max. 100 mSv je Einsatz und Kalenderjahr
  • Einsätze zur Rettung von Menschenleben :max. 250 mSv je Einsatz und Leben

 

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