Alarmierung

Die eingehenden Notrufe auf der europaweit gültigen Notrufnummer 112 aus den Landkreisen Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld sowie der Stadt Schweinfurt werden von der Integrierten Leitstelle Schweinfurt, je nach der vom Anrufer geschilderten Lage, in 57 verschiedene Alarmstichwörter eingeteilt. So können die notwendige Anzahl an Helfern und die erforderlichen Kräfte mit Fahrzeugen alarmiert werden.

Alarmierung der Feuerwehren und Rettungsdienste durch die Integrierte Leitstelle Schweinfurt (ILS)

Beispielhaft ein Auszug der Einsatzstichwörter:

B1 - z. B. Brand Wiese, Acker, Gebüsch, Papiercontainer

Notwendige Einsatzmittel: Ortsfeuerwehr, mind. 500 Liter Löschwasser, mind. 4 Atemschutzgeräte

B Wald - z. B. Waldbrand (mind. 40x40 Meter)

Notwendige Einsatzmittel: Ortsfeuerwehr, mind. 5.000 ltr. Löschwasser, 120 ltr. Schaummittel, 8 Atemschutzgeräte, 6 Gruppen, Schlauchwagen, 1 Wärmebildkamera, Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung

P eingeklemmt - z. B. Person unter Fahrzeug, Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Notwendige Einsatzmittel: Ortsfeuerwehr, 1.200 ltr. Löschwasser, 2 Technische Hilfeleistungssätze, 2 Rettungszylinder, 1 Satz Hebekissen

THL 1 - z. B. Rettung von Kleintieren, Öl auf Straße, Sicherung von Gegenständen

Notwendige Einsatzmittel: Ortsfeuerwehr

 

Je nach Einsatzstichwort wird das am schnellsten verfügbare Fahrzeug zum Einsatz alarmiert. Bei jeder Alarmierung wird zusätzlich der zuständige Kreisbrandinspektor und Kreisbrandmeister informiert bzw. alarmiert. Je nach Schadensereignis und Lage der Einsatzstelle können unabhängig des Einsatzstichworts weitere Einheiten nachalarmiert werden. Für die Bundesautobahnen gibt es eine gesonderte Alarmierungsplanung, welche von oben genanntem abweicht.

Sirenen und Funkmeldeempfänger

Die Alarmierung der Einsatzstichwortes THL 1 (Technische Hilfeleistung kleinerem Umfangs, z. B. Ölspuren) sowie die Alarmierung des Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz erfolgt in Geldersheim in der Regel nur noch über Funkmeldeempfänger (kurz: FME/“Piepser“). Bei allen anderen Einsätzen wird zusätzlich zum Alarm über Funkmeldeempfänger die Sirene ausgelöst.

Swissphone Quattro
(verschiedene Modelle)
Swissphone XLi Funkmeldeempfänger Feuerwehr
Swissphone Memo
Swissphone Memo Funkmeldeempfänger Feuerwehr

Motorsirenefeuerwehr-geldersheim-motorsirene

Handyalarmierung

Zusätzlich zur Alarmierung über Funkmeldeempfänger und Sirenen wird in Geldersheim seit August 2010 die Möglichkeit der Handyalarmierung genutzt. Klarer Vorteil dieser Alarmierungsart ist neben den verhältnismäßig geringen Kosten die bessere Erreichbarkeit. Bei schlechten Windverhältnissen sind in manchen Gemeindeteilen die vorhandenen Sirenen schlecht zu hören. Die Handyalarmierung ersetzt zwar nicht bereits vorhandene Funkmeldeempfänger und Sirenen, bietet aber die Möglichkeit auch Feuerwehrangehörige ohne Funkmeldeempfänger über Einsätze zuverlässig zu benachrichtigen.

Bei einem eingehenden Alarm werden alle im System hinterlegten Handynummern vollautomatisch und parallel angerufen. Schon anhand der Rufnummer (01805900112 oder 01805900113) ist ersichtlich, dass es sich um eine Alarmierung handelt. Von der Auslösung der Sirenen bzw. Funkmeldeempfänger bis zum eingehenden Anruf auf den Mobiltelefonen vergehen nur wenige Sekunden.

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